Über Simon Zangger

Simon Zangger, geboren am 11.8.1990, lebt in Zürich. Seine Leidenschaft für die Fotografie begann vor 6 Jahren im S/W Fotokurs der Sekundarschule. «Mich faszinierte der gesamte Schwarz/Weiss-Prozess, vom geschossenen Bild, über den Entwicklungsprozess, wenn die Vergrösserung aus dem Nichts im Entwicklerbad auftaucht.» Kurze Zeit später entwickelte er seine Bilder im eigenen Keller. Er begann eine Lehre im Zürcher Fotogeschäft Foto Bären Optik und besuchte die Schule für Gestaltung. Im Sommer 2011 schloss er seine Lehre erfolgreich ab und startete ein Praktikum bei der Film- und Videoproduktionsfirma Scorproduction GmbH.

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Ich bin begeistert! Das fotochemische Belichtungsverfahren ist schon etwas Anderes als ein digitaler Print. Die Farbverläufe werden viel sauberer und detailreicher wiedergegeben. Die Zusammenarbeit mit Procine hat mich beeindruckt.

Simon Zangger, Sie sind ein junger Fotograf. Wo sehen Sie Ihre Zukunft, welche Bereiche interessieren Sie am meisten?

Die Fotografie ist einem starken Wandel unterworfen, das ist offensichtlich. Darin erkenne ich aber eine Chance für junge Fotografen. Das Tätigkeitsfeld wird breiter und anspruchsvoller. Ich interessiere mich für die Story, die Fotografie ist dann eher Mittel zum Zweck. Die Zukunft des Fotografen - auch meine - sehe ich eher als "visueller Bildermacher" denn als klassischer Fotograf. Die Medien Fotografie, Film, Ton und Animation werden immer mehr zusammenwachsen.

Können Sie uns etwas über Ihre bisherigen Projekte erzählen?

Als junger Fotograf ist es sehr schwierig, sich zu etablieren. Es braucht viel Geduld und Hartnäckigkeit. Mit meinen Portraits der muothataler Wätterschmöcker konnte ich an der Photo-Werkschau in Zürich erstmals ein breiteres Publikum erreichen. Gegenwärtig weile ich für ein halbes Jahr in Peking an der Art Academy und arbeite an einem freien Projekt.

Es scheint, dass Fotos nur mehr am Bildschirm betrachtet werden. Braucht es noch Bilder auf Papier?

Unbedingt! Ich sehe die Entwicklung eher anders. Da wir täglich von Screens umgeben sind, spüre ich, dass das Interesse für etwas Fassbares bei mir - aber auch bei meinen Kollegen - wächst.

Zudem ist ein Bild auf echtem Fotopapier etwas Bleibendes; es hat viel mehr Kraft als ein Bildschirm-Foto, das man mit einem Fingerwisch wegschieben kann. Was allerdings auch klar ist: die locker geknipsten "Ferienföteli" finden kaum mehr den Weg auf's Papier. Heute hält man die Bilder auf dem Smartphone fest, das zu einer Art Notiz- oder gar Tagebuch geworden ist.

Sie haben bei uns ein grossformatiges Fotobuch über Ihre Reportage in Island fertigen lassen. Was ist Ihr Eindruck davon?

Ich bin begeistert! Das fotochemische Belichtungsverfahren ist schon etwas Anderes als ein digitaler Print. Die Farbverläufe werden viel sauberer und detailreicher wiedergegeben.

Die Zusammenarbeit mit Procine hat mich beeindruckt. Man sieht die Präzision in jedem Detail, sei es die Layout-Kontrolle, die Farbwiedergabe oder die Buchbindung. Dies alles ist nur in aufwändiger Handarbeit möglich. Da sind offenbar Menschen mit viel Herzblut am Werk.

Simon Zangger, herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg!

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