Über Sandra Marusic

Bereits als 6-jährige faszinierte sie das Fotografieren. Damals war es für sie das selbe, wie für andere Kinder das Spielen im Sandkasten. Heute weiss sie, dass dieser Spass Leidenschaft heisst. Die Fotografie begleitet sie, seit sie denken kann. Ohne Kamera in der Hand ist es oft, als hätte sie etwas vergessen.
Als dipl. Make-up Artist & Parfümerie- Managerin etablierte sie sich zunächst in der Parfümeriebranche und danach in der professionellen Fotografie. Über Jahre sammelt sie Erfahrungen in verschiedenen Fotostudios und lernt bewusst von verschiedenen Fotografen. Mit eigenen Visionen im Gepäck entschliesst sie sich im Jahre 2009, den Fokus auf ihre selbstständige Erwerbstätigkeit zu richten.

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Ich wurde positiv überrascht. Die Farben sind zu 100% korrekt von Anfang bis Schluss. Der in der Schweiz handgefertigte Einband aus hellem Leinen gefällt mir sehr, da er zu meiner Fotografie passt.

Sandra Marusic, Sie kommen aus der Medizinal-, Kosmetik- und Parfümbranche und haben trotz Ihres jugendlichen Alters eine bemerkenswerte Laufbahn als Fotografin zurückgelegt insbesondere im People- und Hochzeitsbereich. Als selbständige Fotografin sind Sie im In- und Ausland aktiv. Wie haben Sie das geschafft?

Mir wurde nach jeder abgeschlossenen Ausbildung oft langweilig und ich wollte immer mehr lernen, sehen und erreichen. Darum fotografierte ich in der Freizeit, beschäftigte mich mit Tutorials und lernte andere Fotografen via deviantart.com kennen. Die Fotografie begleitete mich mein Leben lang und liess mich neben der Arbeit in der Apotheke nie los. Darum entschloss ich mich nach einigen Jahren, ein Vollzeitpraktikum in einem Fotostudio in Winterthur zu absolvieren. Man darf NIE aufhören, an seine Wünsche und Ziele zu glauben. Oft bastelte ich eine Collage mit Bildern von Orten, die ich zu besuchen und zu fotografieren wünschte, von Gegenständen - wie eine Vollformat- und Analogkamera -, mit denen ich arbeiten wollte und Situationen, die ich zu realisieren trachtete. Man muss Ziele vor Augen haben und positiv denken, dann klappt alles.

Die meisten Ihrer Bilder wirken stark emotional. Ist das Ihr Erfolgsreszept?

Die Kommunikation mit dem Paar ist für mich sehr wichtig. Wenn man weiss, wer die zwei Personen vor der Kamera sind, ihre Geschichte und Vorlieben kennt, entwickelt sich eine Art Freundschaft. Durch viel gemeinsames Reden und manchmal Weinen :) vertiefen sich die Emotionen zum Paar. Ich glaube, dass sich dies in meiner Bildsprache widerspiegelt.

Wie gelingt eine gute Fotoreportage? Reicht es, dass die Menschen attraktiv sind und die Umgebung stimmt?

Jede Hochzeitsreportage ist eine wichtige! Egal wo, egal wer oder wann. Vorbereitung ist das A und O, sei es für das Paar oder für mich als Hochzeitsfotografin. Sogar bei schlechtem Wetter, wenig Zeit oder banaler Location kann man eine gute Reportage abliefern.

Ihr Hang zur Perfektion und Originalität fällt bei Ihren Hochzeitsshootings besonders auf. Sie lieben es, erlesenen Dingen wie Luxusgebäck, Parfums, Schmuck und edle Uhren in Ihrer Reportage einzubauen. Was bezwecken Sie damit?

Für mich sind Parfums Kunstwerke und Ausdruck von Intimität. Die olfaktorische Wahrnehmung beeinflusst über das Gehirn direkt unser Gefühlsleben. Was gibt es Wertvolleres, als sich durch den Duft des Hochzeitsparfums an den schönsten Tag im Leben zu erinnern? Wenn ich die Ringe zusammen mit kulinarischen Dingen wie ein Luxusgebäck fotografiere, verstärkt dies ebenfalls das Erlebnis, weil es die Sinne anspricht. Es sind die kleinen Dinge, die eine Reportage wirkungsvoll machen und die Erinnerung für immer wach halten.

Sie haben bei uns ein grossformatiges, handgefertigtes Hochzeitsalbum mit echtem Fotopapier herstellen lassen. Was ist Ihre Meinung dazu?

Ich wurde positiv überrascht. Die Farben sind zu 100% korrekt von Anfang bis Schluss. Der in der Schweiz handgefertigte Einband aus hellen Leinen gefällt mir natürlich sehr, da er zu meiner Fotografie passt. Im heutigen digitalen Zeitalter begnügen sich viele Leute mit den Bilddaten.

Sind Fotobücher oder Papierbilder ein Auslaufmodell?

Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich bestelle mir und meinen Kunden stets Bücher, Prints und Boxen, da es ein total anderes "feeling" ist, die Bilder in den Händen zu halten. Ich schätze Fotobücher und Prints sehr und würde sie nicht missen wollen.

Wie sehen Ihre Pläne aus, welche Projekte möchten Sie noch verwirklichen?

Ich werde dieses Jahr noch einen Hochzeitsfotografie-Workshop für Fotografen in einer tollen Villa in Winterthur halten, worauf ich mich SEHR freue. Es liegt mir daran, jungen Fotografen eine Möglichkeit zu geben, sich zu verwirklichen; meine Chance erhielt ich damals von Urs Gerber. Der Kontakt zu anderen Fotografen ist mir wichtig, denn nur zusammen können wir es schaffen. Schliesslich ziehen wir alle am gleichen "Hochzeits-Strick" und wollen die Branche in der Schweiz auf ein höheres und schöneres Level bringen. Ein weiteres Shooting in Marrakesh steht an, viele tolle Hochzeiten sowie ein ausgebuchtes 2014.

Welche Personen möchten Sie unbedingt vor Ihre Linse bekommen?

Stilbewusste Personen, die sich von ganzem Herzen lieben und respektieren. Es berührt mich immer wieder, wenn ich die Emotionen in den Augen des Paars sehe.

Sandra, herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg!

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